Auch Ausserrhoden hat sein kKL

  • kKL 05, Trogen

Aus­serr­ho­der Kul­tur­kli­ma: hei­ter bis be­wölkt

Die erste klei­ne Kul­tur­lands­ge­mein­de stand unter dem Motto «Auch Aus­serr­ho­den hat sein kKL». Die In­iti­ant:innen spiel­ten mit dem Titel auf das KKL, Kul­tur- und Kon­gress­zen­trum Lu­zern, an und the­ma­ti­sier­ten die da­mals im Kan­ton Ap­pen­zell Aus­serr­ho­den nicht vor­han­de­ne Kul­tur­för­der­po­li­tik. Gleich­zei­tig knüpf­ten sie mit dem For­mat an der Aus­serr­ho­der Lands­ge­mein­de an, die 1997 ab­ge­schafft wor­den war. Die Kul­tur­lands­ge­mein­de soll­te die Vor­tei­le die­ser jähr­li­chen Ver­samm­lung fort­füh­ren: den di­rek­ten per­sön­li­chen Aus­tausch, den wech­seln­den Ort im Kan­ton, die Dis­kus­si­on über ge­sell­schaft­lich re­le­van­te The­men sowie die Ge­sel­lig­keit auf kul­tu­rel­ler und künst­le­ri­scher Ebene. Die klei­ne Kul­tur­lands­ge­mein­de wurde von Mit­glie­dern der Aus­serr­ho­di­schen Kul­tur­stif­tung in­iti­iert.

«Wieviel Kultur brauchen 24’283 ha Land?»

Mitwirkende

Ba­r­ba­ra Ba­lzan
Alex Bän­nin­ger
Ste­fan Bau­mann
Karin Bu­cher
An­selm Ca­mi­na­da
H.R. Fri­cker
Pa­trick Kess­ler
Urs Klau­ser
Fe­li­cia Kraft
En­ri­co Len­zin
Matt­hi­as Lin­cke
Mi­cha­el Neff
Da­ni­el Pez­zot­ti
Da­ni­el Som
Sa­bi­ne Wang
Peter Wa­ters
Lea Za­no­la
Ma­r­cel Zünd

Organisation

Ba­r­ba­ra Bu­cher
Karin Bu­cher
Peter Sur­ber

An der ers­ten kKL in Tro­gen wurde das Aus­serr­ho­der Kul­tur­kli­ma the­ma­ti­siert: Der Pu­bli­zist Alex Bän­nin­ger stell­te die Be­stre­bun­gen des Nach­bar­kan­tons Thur­gau vor, den Kan­ton mit­tels Kul­tur at­trak­tiv zu ma­chen. Die Sze­no­gra­fin Karin Bu­cher prä­sen­tier­te die Er­geb­nis­se einer In­ter­view­se­rie zur Aus­serr­ho­der Kul­tur­po­li­tik. In einer Po­di­ums­dis­kus­si­on wur­den die auf­ge­wor­fe­nen Fra­gen ver­tieft. Die De­bat­te wurde mit Musik von Tri­to­nus sowie Hör­bil­dern von Ba­r­ba­ra Bu­cher, Karin Bu­cher und Sa­bi­ne Wang um­rahmt. Nach einem ge­mein­sa­men Essen be­ant­wor­te­ten die Jazz­mu­si­ker Pa­trick Kess­ler und Peter Wa­ters mit ihren je­wei­li­gen Mit­mu­si­ker:innen die Frage nach der mu­si­ka­li­schen Iden­ti­tät zwi­schen Tra­di­ti­on und In­no­va­ti­on.

Erinnerungen

Wieviel Kultur brauchen 24’283 ha Land? – Diese Frage beschäftigte Barbara Bucher und mich, sie als Theaterschaffende, mich als Szenografin. In der Verfassung des Kantons Appenzell Ausserhoden fehlte dafür ein entsprechender Artikel zur Kultur, geschweige denn ein Kulturkonzept. Es mangelte an Strukturen und Geldern. Dies wollten wir mit einem Theaterstück auf dem Landsgemeindeplatz in Trogen thematisieren. Es sollte analog einer Landsgemeinde inszeniert und von Kulturschaffenden der Region aufgeführt werden. Doch es kam anders. Zuerst haben wir Adressen gesammelt, Kulturschaffende angeschrieben, Treffen veranstaltet und versucht, eine Stimme zu werden. Unterstützung fanden wir bei der Ausserrhodischen Kulturstiftung, mit Peter Surber. Schlussendlich befragten wir zehn Menschen zum Kulturklima in Appenzell Ausserrhoden, collagierten daraus eine Hör-CD mit Booklet und luden zur ersten kleinen Kulturlandsgemeinde 2005 ein. Dort diskutierten wir die Notwendigkeit der Kulturförderung und entwickelten Visionen, untermalt mit Musik und gemeinsamem Essen. Wir wurden gehört. 2006 entstand das Kulturförderungsgesetz, und die Kulturlandsgemeinde lebt!

Karin Bucher, Szenografin

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