Spurwechsel

Illustration: ©Kendra Alder

  • KULALALA-Brunch 2025, Zeughaus Teufen
  • Concept Reveal 2025, Bahnhof Trogen

Transformationsjahr 2025

Anlässlich der Generalversammlung im September 2024 vollzog die Genossenschaft einen bedeutsamen Generationenwechsel: Der bisherige Vorstand – unter der Leitung von Präsidentin Theres Inauen sowie Margrit Bürer, Barbara Auer und Peter Surber – legte die Geschicke der Organisation vertrauensvoll in neue Hände. Mit der Wahl von Kilian Moesli, Kendra Alder und Wassili Widmer begann, gemeinsam mit Geschäftsführerin Fabienne Duelli (die das Amt bereits im Mai 2023 von Jolanda Gsponer übernommen hatte), die umfassende Transformation der Kulturlandsgemeinde.

Nachdem Barbara Kiolbassa und Fridolin Schoch an der Generalversammlung vom 3. Mai 2025 das Gremium vervollständigten, blickt der nun wieder komplette Vorstand auf eine intensive Arbeitsphase zurück. Die konstituierende Sitzung im neuen Team fand im November 2024 im Atelier von Louis Hua in St. Gallen statt. Insgesamt widmete sich das Kollektiv dem «Spurwechsel» in drei Sitzungen im Jahr 2024 sowie dreizehn Sitzungen und einem Workshop zur Erarbeitung des Fundraising-Dossiers im Jahr 2025.


Zitat von Kendra Alder und Kilian Moesli zur Aufbruchstimmung: «Für uns ist die Kulturlandsgemeinde vor allem ein Feld zum Ausprobieren und Experimentieren. Es ist uns ein Anliegen, uns als Vorstandskollektiv den Raum für diese Lernprozesse zu nehmen. Wir wollen Neues wagen und das Format so weiterentwickeln, dass es wieder frisch, dynamisch und offen für unerwartete Wege ist.»

Fotos: ©Kilian Moesli

Foto ©Oleksandra Tsapko

«Für uns ist die Kulturlandsgemeinde vor allem ein Feld zum Ausprobieren und Experimentieren.»

KULALALA-Brunch, 3. Mai 2025 im Zeughaus Teufen

Es war ein besonderer Moment im Zeughaus Teufen, als Kilian Moesli die Genossenschaft zum ersten «KULALALA-Brunch» willkommen hiess. Der Raum war erfüllt von Aufbruchstimmung und dem Duft regionaler Köstlichkeiten. An diesem Vormittag gingen das gemeinsame Geniessen und die Genossenschaftsgeschäfte Hand in Hand.

Während Estelle Gfrerer zur Stimmenzählerin gewählt wurde, präsentierte Kendra Alder die Kulinarik als Teil der neuen Philosophie: Charaktervoller Solokaffee, handgeernteter Tee der Chrüterei Stein und naturtrüber Apfelsaft vom Laternenhof bildeten den achtsamen Auftakt. Jedes Traktandum war dabei harmonisch in einen Gang eingebettet. Begleitet von frisch gebackenen Croissants und French Toast, genehmigten die Anwesenden das Protokoll der letzten Generalversammlung sowie den Jahresbericht 2024/25.


Mit dem Ausklang, begleitet von Birchermüesli und Urnäscher Käse, gab Wassili Widmer einen Ausblick auf die Zukunft: «Die Kulturlandsgemeinde soll zu einem Gesamtkunstwerk erwachsen, in dem sich traditionelle Bräuche und Rituale ohne Berührungsängste mit der Avantgarde vereinen. Der Brunch selbst diente dabei als Ritual der Nachhaltigkeit und als Ausdruck der Wertschätzung gegenüber lokalen Produzenten.»


Mit der Vorstellung der künstlerisch gestalteten Cash-Cow-Kasse und dem Versprechen, die Gemeinschaft bis zur Wintersonnenwende über das neue Konzept zu informieren, endete ein Vormittag, der weit mehr war als eine reine Pflichtveranstaltung: Es war ein kollektives und kulinarisches Erlebnis für eine lebendige Kulturlandschaft im Appenzellerland.

Sujet ©Fridolin Schoch

«Die Kul­tur­lands­ge­meinde soll zu einem Gesamt­kunst­werk erwach­sen, in dem sich tra­di­ti­o­nelle Bräuche und Rituale ohne Berüh­rungs­ängste mit der Avant­garde vereinen.»

Concept-Reveal, 21. Dezember 2025, Bahnhoframpe Trogen

Dort, wo vor zwanzig Jahren alles begann, versammelten sich am Abend der Wintersonnenwende über 60 Kulturinteressierte – unter ihnen Regierungsrätin Susanne Metzger, Vorsteherin des Departements Bildung und Kultur des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Bei Marroni, Punsch und Glühwein stimmte das Vorstandskollektiv auf einen Abend ein, der den Bogen von der Vergangenheit in eine visionäre Zukunft spannte.


Zitat Fridolin Schoch: «Unser Video «Halt auf Verlangen» ist eine Hommage an die Gründerzeit mit Stimmen der letzten zwanzig Jahren Kulturlandsgemeinde und verspricht mit unserem Titel Haltestellenschwärmerei eine vielfältige, kunst- und genussvolle Reise durch das Appenzell Hinterland zu werden.»

Ein emotionaler Höhepunkt war die Uraufführung des Videos «Halt auf Verlangen» von Wassili Widmer und Fridolin Schoch. Das Werk spürt der Gründungsfrage von 2005 nach: «Wie viel Kultur brauchen eigentlich 24’283 Hektaren Land?» Der Film würdigt das Erbe des ersten Leitungsteams sowie das Engagement aller nachfolgenden Mitwirkenden. Er dokumentiert den nachhaltigen Wandel, den die Kulturlandsgemeinde in der Region bewirkt hat, und lässt wegweisende Stimmen der Vergangenheit zu Wort kommen.

Die Enthüllung des neuen Konzepts wurde mit sprühenden Vulkanen und einer feierlichen Banner-Präsentation zelebriert. Am 30. und 31. Mai 2026 wird die Kulturlandsgemeinde unter dem Titel «Haltestellenschwärmerei» mobil: Auf der Bahnstrecke von Gossau über Urnäsch und Appenzell bis nach Wasserauen verwandeln sich Bahnhöfe und Haltestellen in Schauplätze für Performances, Lesungen und Kunstinterventionen.


Zitat Barbara Zoé Kiolbassa: «Wir bleiben in Bewegung und schlagen Brücken zwischen dem Hyperlokalen im Appenzellerland und globalen Kontexten. Die Eisenbahn dient dabei als verbindendes Element, um Kantonsgrenzen symbolisch verfliessen zu lassen und das Publikum auf eine Reise durch eine interdisziplinäre und vielfältige Kunstwelt mitzunehmen.»

Fotos: ©Dino Duelli

Foto: ©Oleksandra Tsapko

©Collage: Wassili Widmer, Sedmikrasky (Daisies), Věra Chytilová, 1966

«Wir bleiben in Bewegung und schlagen Brücken zwischen dem Hyper­lo­ka­len im Appen­zel­ler­land und globalen Kon­tex­ten.»

Mitwirkende 2025

Florin Alder
Ueli Alder
Karin Bucher
Margrit Bürer
Dino Duelli
Estelle Gfrerer
Jonas Huber
Kafi Ernst
Bernhard Senn
Peter Surber
Oleksandra Tsapko
Rubel Vetsch
Aldo Zimmermann

Konzeptgruppe 2025

Kendra Alder
Fabienne Duelli
Barbara Zoé Kiolbassa
Kilian Moesli
Fridolin Schoch
Wassili Widmer

Sanduhr
Schiff
Hammer
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