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Was nun? Schrei­be mit am Ora­kel!

Steff Si­g­ner: Magic Um­brel­la an der Kul­tur­lands­ge­mein­de in Hund­wil

Zwi­schen­ruf von Teu­fen nach Hund­wil: Jetzt hören!

HEIP:
Der Hund­wil-Re­port!

Die Send­schrift 2023/24 ist pu­bli­ziert!

In der Hochhaussiedlung Tscharnergut im Westen Berns leben Saatkrähen und Menschen in enger Nachbarschaft. Aus dem obersten Stock eines Wohnblocks, um dessen Abriss ein Rechtsstreit zwischen Verwaltung und Heimatschutz schwelt, dokumentieren und beobachten Johannes Werner und Sarah Elena Müller die Kolonie. In ihrer Collage «Es gibt keine Anderen» horchen die beiden in den Schwarm, in die Baumwipfel und den Block, versammeln Stimmen und Geräusche des Mit- und Nebeneinanders.

Zur Virtuellen Residenz Nr. 2

Echo
5. Mai 2024
Hundwil

es heimatet
wir heimaten

Hei­mat braucht Be­we­gung!


Hei­mat bie­tet Ori­en­tie­rung, Si­cher­heit und Ver­bind­lich­keit. Was macht Hei­mat aus? Wo ver­or­ten wir Hei­mat – jede und jeder für sich, und als Ge­sell­schaft? In einer be­stimm­ten Land­schaft, in einer spe­zi­fi­schen Zeit oder wäh­rend einer kon­kre­ten Ak­ti­vi­tät? Wie fühlt sich diese Hei­mat an? Und wann kommt sie uns ab­han­den? Wel­che Hei­mat wün­schen wir uns für die Zu­kunft?

Hei­mat ist nicht ein­fach ge­ge­ben, son­dern ein Pro­zess: Das war die zen­tra­le Er­kennt­nis der Kul­tur­lands­ge­mein­de Fes­ti­val 2023. Pu­bli­kum und Mit­wir­ken­de setz­ten sich über die Auf­fahrts­ta­ge im Zeug­haus Teu­fen in De­bat­ten, Werk­stät­ten und künst­le­ri­schen In­ter­ven­ti­o­nen mit der Hei­mat und mit dem (Be-)Hei­maten aus­ein­an­der. Am Sonn­tag, 5. Mai 2024 folg­te nun das Echo in Hund­wil.

Fotos: Andri Vöhringer

Brücke

Spa­zier­gän­ge und Hei­mat­klän­ge in Hund­wil


Mit­wir­ken­de und ein en­ga­gier­tes Pu­bli­kum haben Hei­mat(en) am Sonn­tag, 5. Mai 2024 be­fragt, er­wan­dert, de­bat­tiert und in künst­le­ri­schen In­ter­ven­ti­o­nen in den Blick ge­nom­men.

Im Zen­trum stand der Ver­an­stal­tungs­ort sel­ber: Hund­wil. Auf vier Rund­gän­gen konn­te das Hin­ter­län­der Dorf er­kun­det wer­den. Eine Wan­de­rung mit Verena Lau­che­nau­er und Mar­got Bla­ser führ­te zur ver­steck­ten «Spre­chen­den Brü­cke» im Rachen­to­bel, eine wei­te­re zu den Kind­heits­or­ten des Mu­si­kers Steff Si­g­ner. Der Rund­gang mit der Ge­mein­de­prä­si­den­tin Mar­grit Mül­ler und dem kan­to­na­len Denk­mal­pfle­ger Hans-Ruedi Beck gab Ein­bli­cke in die Ent­wick­lung des Bau­ens und Woh­nens im Dorf, und Vera Marke öff­ne­te ihr his­to­ri­sches Bür­ger­haus am Lands­ge­mein­de­platz, in dem sie ein For­schungs­pro­jekt zur Fa­rb­ge­schich­te be­treibt.

Kri­tisch-hu­mo­ris­tisch knöpf­te sich die Stand-Up-Co­me­di­an Reena Krish­na­ra­ja das Ap­pen­zel­ler­land zwi­schen Grub AR und Hund­wil vor. Für die «HEIP», die Hei­mat­post der Kul­tur­lands­ge­mein­de, be­trieb die Co­mic­zeich­ne­rin Julia Kubik Pro­vinz­for­schung und ma­gi­schen Jour­na­lis­mus am Ver­an­stal­tungs­ort. Den ur­ba­nen Ge­gen­pol zeig­te die Vi­de­odo­ku­men­ta­ti­on «Es gibt keine An­de­ren» aus der Ber­ner Gross­über­bau­ung Tschar­ner­gut, die Sarah Elena Mül­ler und Jo­han­nes Wer­ner im Rah­men der Vir­tu­el­len Re­si­denz der Kul­tur­lands­ge­mein­de ge­schaf­fen haben.

Bau­kul­tu­rel­le Fra­gen um die Ver­än­de­rung der Stall­bau­ten im Ap­pen­zel­ler­land wur­den an einem Ar­chi­tek­tur­stamm­tisch mit Va­len­tin Sur­ber und Tho­mas Künz­le leb­haft dis­ku­tiert. Per­for­mer:innen um die Cho­reo­gra­phin Gisa Frank be­glei­te­ten mit Rapid, Trich­tern und viel­spra­chi­gen Hei­mat­ru­fen den An­lass. Sän­ger des TV Hund­wil er­öff­ne­ten das Pro­gramm mit Zäu­er­li, und mit fa­cet­ten­rei­chen elek­tro­ni­schen Hei­­mat­­klän­­gen zwi­schen Me­xi­ko, Ber­lin und Wald AR be­schloss der aus Ko­lum­­bi­en stam­­men­­de Mu­­si­ker Ca­r­­los Hi­da­l­­go, im Zu­sam­men­spiel mit Wal­ter Neff, Ben­ja­min Remp­f­ler und Ju­dith Kel­ler, den Tag.

Zum Ab­schluss tru­gen Su­ra­mi­ra Vos und Peter Sur­ber die Send­schrift vor, das Ma­ni­fest der Kul­tur­lands­ge­mein­de, in die Ein­drü­cke, Er­kennt­nis­se und For­de­run­gen zum Thema ein­flies­sen. Unter an­de­rem hält die Send­schrift 2023/24 fest, dass Hei­mat nichts je Fer­ti­ges ist, son­dern immer wie­der neu ge­stal­tet wer­den muss und kann. Sie fei­ert den of­fe­nen Blick, das Un­ter­wegs­sein und die Viel­spra­chig­keit und pro­kla­miert ein Men­schen­recht auf Hei­mat.

Das ganze Pro­gramm im Über­blick gibts hier.

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